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Albanien!

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M A X
ne: 30-11-2004, 16:25:28
Republika e Shipërisë
Republik Albanien

Albanien (albanisch: Shqipëria) ist ein Staat in Südosteuropa. Er grenzt im Norden an Montenegro, im Nordosten an Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland. Die natürliche Westgrenze wird durch die Küsten der Adria und des Ionischen Meeres gebildet, wodurch das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeers zählt. Nationalfeiertage sind am 28. und 29. November (Unabhängigkeitstag und Tag der Befreiung 1944).


Geographie
Mit seiner Fläche von 28.748 Quadratkilometern ist Albanien etwas grÃ¶ÃŞer als das deutsche Bundesland Hessen und hat mit rund 3,5 Millionen Einwohnern etwas weniger Bevölkerung als Sachsen.

Albanien besitzt an der Adria und am Ionischen Meer 362 Kilometer Küstenlinie. Im Süden (StraÃŞe von Otranto) ist die albanische Küste nur 71 Kilometer von Italien entfernt.

Mehr als zwei Drittel des albanischen Staatsgebiets werden von Bergland und zum Teil von Hochgebirgsregionen eingenommen. Vom Shkodrasee im Norden bis nach Vlora im Süden erstreckt sich eine zum Teil nur wenige Kilometer breite Schwemmlandebene entlang der Küsten. Teile davon sind Sumpfgebiet. Da nur die Täler, das Hügelland und Teile der Küstenebene für eine dichtere menschliche Besiedlung geeignet sind, ist in diesen Regionen die Bevökerungsdichte relativ hoch, während andere Teile des Landes fast unbewohnt sind. Höchster Berg Albaniens ist mit 2764 m der Korab (Mali Korabit), nordöstlich von Peshkopia direkt an der Grenze zu Mazedonien gelegen.

 
Klimadiagramm TiranaIn Albanien herrscht ein subtropisch-mediterranes Winterregenklima mit einer Jahresdurchschnitts temperatur von 16° C und einer Jahresniederschlags summe von knapp 1200 mm. Zwei Sommermonate sind arid. Die nördlichen und östlichen Bergregionen weisen harte Winter auf.

Alle bedeutenden Flüsse Albaniens münden in die Adria. Der Schwarze Drin entspringt aus dem Ohridsee. Bei der nordalbanischen Stadt Kukës vereinigt er sich mit dem aus dem Kosovo kommenden WeiÃŞen Drin. Der Drin flieÃŞt dann in westlicher Richtung durch mehrere groÃŞe Stauseen und mündet nach einem Lauf von 282 Kilometern bei Lezha in die Adria. Die anderen grÃ¶ÃŞeren albanischen Flüsse Mat, Shkumbin, Devoll und Vjosa (in ihrer Nennung von Nord nach Süd) flieÃŞen mehr oder weniger direkt in westlicher Richtung der Adria zu, wobei sie alle Bergketten durchbrechen. Die kurze Buna entwässert den Shkodrasee in die Adria.



« Editimi i fundit: 30-11-2004, 16:47:11 nga M A X »

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M A X
#1 ne: 30-11-2004, 16:25:42
Verkehr
Die Verkehrsgeographie Albaniens ist vor allem durch das Relief das Landes bestimmt. Die StraÃŞen folgen im Wesentlichen den Flusstälern, haben aber an verschiedenen Stellen auch hohe Pässe zu überwinden. Die überragende Bedeutung der Hauptstadt spiegelt sich auch im StaÃŞennetz wieder. Die allermeisten FernstraÃŞen führen nach Tirana.

Die ersten modernen StraÃŞen wurden 1939-1942 von den italienischen Besatzern gebaut. Dazu gehört zum Beispiel die Strecke Tirana - Elbasan. Unter der kommunistischen Herrschaft ist das Verkehrsnetz nur unzureichend entwickelt worden. Allerdings wurde auch der Bedarf künstlich niedrig gehalten, denn Kraftfahrzeuge in Privatbesitz waren bis 1990 nicht gestattet und die schwache Ökonomie des Landes benötigte ebenfalls nur relativ geringe Transportkapazitäte n. Die StraÃŞenverhältnisse sind im Allgemeinen noch schlecht, aber mit Mitteln des Balkan-Stabilitätspakts konnten einige wichtige FernstraÃŞen saniert werden. Dazu gehört die wichtige mittelalbanische Route durch das Shkumbintal, die Elbasan mit Pogradec, Korça und Mazedonien verbindet. Auch die Strecke von Korça zur griechischen Grenze wurde ausgebaut. Die erste Autobahn-ähnliche Strecke (Tirana - Durrës) wurde erst im Jahr 2000 fertiggestellt. Ein Abzweig von dieser SchnellstraÃŞe verbindet neuerdings auch das nördlicher gelegene Laç mit der Hauptstadt. Ein weiteres Teilstück führt von Durrës nach Süden bis Lushnja.

Alle albanischen Eisenbahnlinien wurden nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut, oft in "Freiwilligen-Einsätzen" der Bevölkerung und Studenten. Das Zentrum des Eisenbahnverkehrs ist die Hafenstadt Durres. In Betrieb sind heute die Linien Durrës - Tirana, Durrës - Elbasan - Pogradec, Durrës - Shkodra und Durrës - Vlora. Nur für den Güterverkehr wiederöffnet ist die Strecke von Shkodra in das benachbarte Montenegro. Geplant ist der Bau von Bahnlinien in das Kosovo und nach Griechenland. Ferner beabsichtigt man - sobald die Finanzierung geregelt ist - den Kauf moderner Dieseltriebzüge.

Der wichtigste albanische Hafen befindet sich an der Adria in Durrës, weitere in Shëngjin und Vlora. Von Durrës oder Vlora bestehen regelmäÃŞige Fährverbindungen nach Brindisi, Bari, Ancona und Triest in Italien sowie nach Igoumenitsa und Patras in Griechenland. Vom südalbanischen Saranda ist Korfu mit der Fähre zu erreichen

Tiranas Flughafen Mother Teresa Airport ist der einzige zivil genutzte Flughafen Albaniens, benannt nach Mutter Teresa. Die nationale Fluggesellschaft Albanian Airlines fliegt in die Nachbarländer und nach Deutschland. Fluggesellschaften aus Südosteuropa und einigen wenigen westeuropäischen Ländern haben Tirana als Destination.

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#2 ne: 30-11-2004, 16:26:21
Bevölkerung
 
Bevölkerungsentwicklung x100070 Prozent der albanischen Bevölkerung leben auf dem Lande. Ethnisch ist Albanien der bei weitem homogenste Staat auf dem Balkan. Ãœber 95 Prozent der Bevölkerung sind Albaner. Im Süden des Landes gibt es eine grÃ¶ÃŞere griechische Minderheit, kleinere Gruppen sind Mazedonier und Vlachen (Aromunen).

Die Albaner gliedern sich in die zwei groÃŞen Gruppen Gegen und Tosken, die sich nicht nur sprachlich sondern auch kulturell unterscheiden. Während die Tosken in der Südhälfte des Landes viel stärker von der orientalisch-städtischen Kultur des Osmanischen Reiches beeinflusst wurden, dominierte im gegischen Norden bis ins 20. Jahrhundert hinein eine archaische Stammeskultur das Leben der Menschen. (Eine Ausnahme bildet die wichtige nordalbanische Stadt Shkodra, die bis ins 15. Jahrhundert hinein längere Zeit venezianisch beherrscht war; hier prägten der Katholizismus und die Verbindungen nach Italien auch später noch die Mentalität der Bewohner.) Wenn auch in kommunistischer Zeit ein Urbanisierungs- und Industrialisierungs prozess einsetzte, so wohnte doch die groÃŞe Mehrheit der Albaner vor 1990 noch auf dem Land. Das prägt die Mentalität vieler Menschen bis heute auch in den Städten, denn wenn sie nicht erst selbst in die Stadt gezogen sind, so waren es ihre Eltern und in jedem Fall haben sie nahe Verwandte, die noch immer von der Kleinlandwirtschaft leben. Ein traditionelles Bürgertum ist in Albanien immer sehr rar gewesen. Moderne bürgerliche Kultur gab es Anfang des 20. Jahrhunderts nur in Shkodra, Korça und Gjirokastra. (In den zwanziger Jahren kam Tirana wegen seiner Hauptstadtfunktion dazu). Die Kommunisten lehnten das bürgerliche Selbstbewusstsein dieser Städte naturgemäÃŞ ab und zerstörten die bürgerlichen Kulturleistungen nach 1945 weitgehend.

Die Zeit nach der Wende von 1990 brachte groÃŞe demographische Verschiebungen. Zum einen emigrierten Hunderttausende Albaner legal oder illegal nach Italien, Griechenland, in andere Staaten der EU und nach Nordamerika, zum anderen verzeichneten die Hauptstadt Tirana und die Hafenstadt Durrës enormen Zuwachs aus der Binnenwanderung. (Tirana von 1990 250.000 Einwohnern auf heute weit über 600.000). Das Land und auch nicht wenige Kleinstädte veröden dagegen regelrecht. In den nächsten Jahren werden hunderte Dörfer wüst werden. Hatten die Albaner vor 1990 die höchste Geburtenrate Europas (Verhütungsmittel waren verboten), so ist sie jetzt auf den europäischen Durchschnitt von etwas weniger als zwei Kindern pro Frau gesunken. Das und die anhaltende Abwanderung bewirkt eine rapide Alterung der albanischen Bevölkerung, die aber angesichts der stark vertretenen Generation der 15-30jährigen noch nicht so zu spüren ist.

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Religion
Die Kommunisten hatten von 1968 bis 1990 Albanien zum atheistischen Staat erklärt. Jegliche Religionsausübung war bis 1990 verboten. Nach wie vor hat die Mehrheit der Albaner kein offizielles Bekenntnis abgelegt. Sie erinnern sich aber, ob die eigene Familie der muslimischen, der orthodoxen oder katholischen Tradition entstammt. So zählen sich ungefähr 40 Prozent der Albaner zu den Sunniten, 20 Prozent zu den Bektaschi, weitere 20 Prozent zu den orthodoxen Christen und etwa 10 Prozent zu den Katholiken. Die restlichen 10 Prozent bezeichnen sich als Atheisten oder gehören anderen Religionen - insbesondere christlichen Freikirchen an (Quelle: Bevölkerungsgeographischer Atlas von Albanien [1] (http://www.uni-potsdam.de/u/Geographie/geoinfo/projekte/Albanien/Atlas/index.htm)).

Vor dem 2. Weltkrieg bekannten sich etwa 70 Prozent der Bevölkerung zum sunnitischen Islam. 20 Prozent waren orthodoxe Christen, darunter praktisch alle Angehörigen der ethnischen Minderheiten. Etwa zehn Prozent gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Orthodoxe Albaner lebten im Süden, katholische im Nordwesten, der Islam war abgesehen von einigen Bergregionen überall verbreitet.

Lässt man die Bekenntnislosen auÃŞer acht, haben sich die Verhältnisse zu Gunsten der Christen und besonders der westlichen Kirchen verschoben. Einerseits haben gerade unter den Katholiken relativ viele auch in der Zeit der kommunistischen Verfolgung an ihrem Glauben festgehalten, so dass es der katholischen Kirche nach 1990 mit italienischer Hilfe leichter fiel, sich zu reorganisieren. Andererseits wählten viele bewusst oder unbewusst das Christentum, weil es kulturell mit dem Westen verbunden ist. So hat nicht nur die katholische Kirche Zuwachs, sondern auch die im Land aktiven protestantischen Kirchen und Sekten verzeichnen zahlreiche Eintritte. Weniger dynamisch war die Entwicklung des Islam. Zwar kam viel Unterstützung aus Arabien, und es wurden zahllose Moscheen errichtet. Die strenge wahabitische Ausrichtung der arabischen Helfer stieÃŞ bei den Albanern aber auf wenig Resonanz. Gleiches gilt für die Missionsversuche schiitischer Mullahs aus dem Iran

Wie schon in den Zeiten vor dem Religionsverbot ist die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz unter den Anhängern der alteingesessenen Religionen sehr hoch. Zum Teil werden religiöse Feste gemeinsam gefeiert und auch religiöse Stätten anderer Gemeinschaften aufgesucht. Selbst Ehen zwischen Christen und Muslimen sind seit dem Kommunismus für beide Seiten kein Problem und in Albanien an der Tagesordnung. Gewisse fundamentalistische Tendenzen lassen sich allenfalls bei den protestantischen Sekten feststellen.

Zur Religion in Albanien siehe auch:

Autokephale orthodoxe Kirche von Albanien
Bektaschi
Katholische Kirche in Albanien
Apostolische Administratur für Südalbanien
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Die ethnischen Minderheiten und ihre Siedlungsgebiete
Die Griechen leben in den südalbanischen Distrikten Saranda, Delvina, Gjirokastra und Vlora. Zu dieser Minderheit gehören heute trotz einer groÃŞen Emigrationsbewegung nach Griechenland etwa 66.000 Menschen (Atlas der albanischen Bevölkerung, Tirana 2003). Die Griechen waren schon zu kommunistischen Zeiten als ethnische Gruppe offiziell anerkannt und sie haben im heutigen Albanien keinerlei direkte Nachteile zu erleiden. Sie haben eigene Schulen (soweit genügend Schüler vorhanden sind für griechischsprachige Klassen), an der Universität von Gjirokastra werden Unterrichtsgänge angeboten, es gibt griechische Radio-Sendungen und auch mit den Lokalbehörden kann Griechisch kommuniziert werden. So ist denn ihre Abwanderung vor allem durch die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse motiviert. Seit den 1990er Jahren ist zu beobachten, dass sich immer mehr Menschen im Süden Albaniens als Griechen bekennen und sogar ihren muslimischen Namen gegen einen christlichen tauschen. Das hat damit zu tun, dass ethnische Griechen bedeutend leichter ein Einreisevisum für das EU-Nachbarland bekommen.

Die albanischen Mazedonier siedeln kompakt in der Gemeinde Liqenas am Prespasee, welcher teilweise auch zu Mazedonien und Griechenland gehört. Die etwas über 4.000 Einwohner der Gemeinde sind fast alle Slawen. Sie haben eigene Schulen. Unter anderem besteht im Hauptort der Gemeinde das einzige mazedonischsprachig e Gymnasium Albaniens. In der nahe gelegenen Kreisstadt Korça leben über 1.000 Mazedonier, die alle ursprünglich aus Liqenas stammen. Kleinere slawische Gruppen gibt es in der Umgebung von Korça, bei Pogradec, in der mittelalbanischen Stadt Elbasan, in Tirana sowie in einigen Dörfern zwischen Peshkopia und Maqellare nahe dem Dreiländereck mit Kosovo und Mazedonien. Insgesamt wird die Zahl der Mazedonier in Albanien 20.000 nicht überschreiten.

Die Vlachen oder Aromunen leben vorwiegend in Korça (wo sie eine eigene groÃŞe orthodoxe Kirche haben) und dem nahe gelegenen Voskopoja. Sie finden sich in kleineren Gruppen über ganz Südalbanien verstreut. Ein Teil von ihnen lebt auch in Tirana und Elbasan. Ãœber ihre Gesamtzahl liegen keine sicheren Angaben vor.

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Politik
Der albanische Staat ist eine parlamentarische Republik. Gesetzgeber ist der Volkskonvent (Kuvendi popullor), dessen Abgeordnete alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlrecht für das albanische Parlament weist dabei groÃŞe Ähnlichkeiten mit dem deutschen Wahlrecht für den Bundestag auf. Es werden 100 Wahlkreismandate per Mehrheitswahl vergeben, die restlichen 40 Mandate entfallen nach dem Proporz auf von den Parteien aufgestellte Listen. Staatsoberhaupt Albaniens ist der vom Parlament auf fünf Jahre gewählte Präsident. Die dem Parlament verantwortliche Regierung wird vom Ministerpräsidenten geführt. Dieser ernennt die Minister, die vom Präsidenten bestätigt werden müssen. Sodann hat sich die Regierung der Vertrauensabstimmun g im Parlament zu stellen. Albanien hat vor einigen Jahren ein Verfassungsgericht nach deutschem Muster eingerichtet, das sich in den politischen Krisen der jüngsten Zeit als stabilisierender Faktor erwiesen hat. Die derzeit gültige Verfassung wurde am 28. November 1998 durch eine Volksabstimmung angenommen.

Die wichtigsten Parteien
(geordnet nach Anzahl Ihrer Abgeordneten)
Sozialistische Partei (PS)
Demokratische Partei (PD)
Sozialistische Integrationsbewegun g (LSI)
Neue Demokratische Partei (PDR)
Bewegung für die Nationale Entwicklung (LZHK)
Sozialdemokratische Partei (PSD)
Partei der Menschenrechte (PBDNJ)
Partei der Nationalen Front (PBK)
Demokratische Allianz (PAD)
Republikanische Partei (PR)
 Die wichtigsten Staatsämter:
Präsident der Republik: Alfred Moisiu (unabh.)
Premierminister: Fatos Nano (PS)
AuÃŞenminister: Kastriot Islami
Verteidigungsminist er: Pandeli Majko
Innenminister: Igli Toska
 
Liste der Staatspräsidenten
seit dem Sturz des Kommunismus:
Ramiz Alia (1991-92) - PS
Sali Berisha (1992-97) - PD
Rexhep Meidani (1997-2002) - PS
Alfred Moisiu (seit 2002) - unabh.
 Liste der Premierminister
seit dem Sturz des Kommunismus:
Fatos Nano (1991) - PS
Ylli Bufi (1991) - PS
Vilson Ahmeti (1991-1992) - unabh.
Aleksander Meksi (1992-97) - PD
Bashkim Fino (1997) - PS
Fatos Nano (1997-98)
Pandeli Majko (1998-99) - PS
Ilir Meta (1999-2002) - PS
Pandeli Majko (2002)
Fatos Nano (seit 2002)
 

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Verwaltungsgliederu ng
Albanien ist in 12 Präfekturen (prefektura resp. qarqe) und diese in 36 Kreise (rrethe'=Raete') eingeteilt. Die Kreisräte werden direkt gewählt. Die Regierung ernennt die Präfekten.

Die 36 Kreise Albaniens
(in Klammer die Präfektur, zu der der Kreis gehört)

Berat (Präfektur Berat)
Bulqiza (Präfektur Dibra)
Delvina (Präfektur Vlora)
Devoll (Präfektur Korça)
Dibra (Präfektur Dibra)
Durrës (Präfektur Durrës)
Elbasan (Präfektur Elbasan)
Fier (Präfektur Fier)
Gjirokastra (Präfektur Gjirokastra)
Gramsh (Präfektur Elbasan)
Has (Präfektur Kukës)
Kavaja (Präfektur Tirana)
Kolonja (Präfektur Korça)
Korça (Präfektur Korça)
Kruja (Präfektur Durrës)
Kuçova (Präfektur Berat)
Kukës (Präfektur Kukës)
Kurbin (Präfektur Lezha)
 
 


Lezha (Präfektur Lezha)
Librazhd (Präfektur Elbasan)
Lushnja (Präfektur Fier)
Malësia e Madhe (Präfektur Shkodra)
Mallakastra (Präfektur Fier)
Mat (Präfektur Dibra)
Mirdita (Präfektur Lezha)
Peqin (Präfektur Elbasan)
Përmet (Präfektur Gjirokastra)
Pogradec (Präfektur Korça)
Puka (Präfektur Shkodra)
Saranda (Präfektur Vlora)
Shkodra (Präfektur Shkodra)
Skrapar (Präfektur Berat)
Tepelena (Präfektur Gjirokastra)
Tirana (Präfektur Tirana)
Tropoja (Präfektur Kukës)
Vlora (Präfektur Vlora)
 
 
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Wirtschaft
Das reale Wachstum des Bruttosozialprodukt s stieg 2002 um 4,7%, im Jahr 2003 um weitere 6,0 %. Die Arbeitslosigkeit sank von 15,8% im Jahr 2002 auf 15,2% in 2003 und befindet sich damit weiter auf hohem Niveau. Ãœberdies geben die offiziellen Zahlen nicht annähernd den hohen Grad der Unterbeschäftigung auf dem albanischen Arbeitsmarkt wieder. So gelten zum Beispiel die Angehörigen von Kleinbauernfamilien nicht als arbeitslos, auch wenn ein halbes Dutzend erwachsene Familienangehörige zusammen kaum zwei bis drei Hektar Land bebauen.

Zwar machen die Privatisierung und der Ausbau des rechtlichen Rahmens weitere Fortschritte, gleichwohl bestehen gravierende strukturelle Probleme weiter: Das Wirtschaftswachstum beruht zum groÃŞen Teil auf Ãœberweisungen der internationalen Geber und der im Ausland lebenden Albaner sowie auf Bautätigkeit zwecks Geldwäsche aus illegalen Einkommen. Für 2004 prognostiziert der IWF ein Wachstum von 6% bei einer Inflationsrate zwischen 2% und 4%.

Nach einem Bericht des Guardian Weekly vom April 2004 ist Albanien das Land mit der höchsten Umweltverschmutzung in Europa. Es gibt eine starke Wasser-, Boden- und Luftverschmutzung durch die Altlasten der Industrie. Der Anstieg der Luftverschmutzung in den letzten Jahren hat seine Ursache jedoch im Zuwachs an Automobilen, die meist als Gebrauchtwagen aus dem Westen eingeführt werden. Hierbei werden wegen der schlechten Beschaffenheit des StraÃŞenbelags oft alte robuste Dieselfahrzeuge der Marke Mercedes Benz bevorzugt.



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« Editimi i fundit: 30-11-2004, 16:46:40 nga M A X »

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M A X
#3 ne: 30-11-2004, 16:26:56
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Albaniens


vom 15. Jahrhundert an ist Albanien fast 500 Jahre unter osmanischer Herrschaft.
1912 Unabhängigkeit nach dem Ersten Balkankrieg
1914 Verlust der Unabhängigkeit im Ersten Weltkrieg. Bis 1918 ist Albanien von den kriegführenden Mächten besetzt.
1919-1924 Nachkriegswirren. Unter Fan Noli gescheiterter Versuch zur Errichtung einer demokratischen Republik
1925-1939 autoritäre Herrschaft des Ahmed Zogu, der sich 1928 zum König proklamiert. Zunehmende Abhängigkeit vom faschistischen Italien
1939 italienische Okkupation
1939-1944 Partisanenkrieg gegen die italienischen und später deutschen Besatzer
1944 Befreiung von der faschistischen Fremdherrschaft und Errichtung der kommunistischen Diktatur unter Enver Hoxha
1944-1948 Bündnis mit dem Jugoslawien Titos
1948 Bruch mit Jugoslawien, Anlehnung an die Sowjetunion
1949 Gründungsmitglied des RGW
1955 Mitglied im Warschauer Pakt
1967 Totales Religionsverbot. Albanien wird der erste "atheistische Staat".
1968 Austritt aus dem RGW und dem Warschauer Pakt. Albanien bleibt auf stalinistischem Kurs. Einige Jahre besteht ein Bündnis mit China, zunehmende Selbstisolation des Landes.
1990 Sturz des kommunistischen Regimes. Massenauswanderung der Albaner beginnt. Der Transformationsproz ess läuft schleppend und ohne groÃŞe Erfolge.
1995 Aufnahme am 10. Juli als 35. Mitglied im Europarat.
1996/97 Unruhen und Zusammenbruch der staatlichen Strukturen.
1997 Friedensmission der OSZE
1999 Aufnahme zehntausender Flüchtlinge aus dem Kosovo

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#4 ne: 30-11-2004, 16:28:06
Die Albaner, früher auch Albanesen (Selbstbezeichnung Shqiptarë, deutsch Skipetaren) sind ein indogermanisches Volk. Die meisten Albaner leben in verschiedenen Ländern des südwestlichen Balkans. Sie sprechen Albanisch. Die Mehrheit der Albaner sind muslimisch, viele gehören oder gehörten der Sufi-Richtung der Bektaschi an oder standen dieser nahe. Es gibt unter ihnen aber auch viele Christen, die zum Teil orthodox, zum Teil katholisch sind.



Albanisches Volkstum und die Politik
In Albanien selbst leben nur etwa 3,4 Millionen der insgesamt 6 Millionen Albaner auf dem Balkan. Im Kosovo stellen sie mit zwei Millionen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung. In der Republik Mazedonien sind etwa ein Drittel der Staatsbürger albanischsprachig. Bedeutende albanische Minderheiten leben in Montenegro und Griechenland, kleinere Gruppen auch im eigentlichen Serbien.

Durch die geringe Ãœbereinstimmung des Siedlungsgebietes und des albanischen Staatsgebiets gibt es besonders mit den Serben und Mazedoniern ethnische Spannungen bzw. offene Konflikte.

Seit dem Spätmittelalter gibt es in Italien albanische Gemeinden, deren Angehörige sich selbst als Arberesh bezeichnen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts, besonders jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden grÃ¶ÃŞere Diasporagemeinden der Albaner in den USA (Zentren Boston, New York und Baltimore), in der Schweiz, Deutschland, GroÃŞbritannien und Australien.

Bei den auch publizistisch ausgetragenen ethnischen Konflikten der Albaner und ihrer Nachbarn spielt es regelmäÃŞig eine groÃŞe Rolle, wie viele Albaner es insgesamt gibt und wie viele in den einzelnen genannten Gebieten und Staaten. Die Gegner der Albaner gehen immer von zu geringen Zahlen aus, besonders die Mazedonier möchten es lieber nicht so genau wissen. Albanische Nationalisten dagegen überschätzen in der Regel die GrÃ¶ÃŞe ihres Volkes. Insbesondere die Zahlen für die Diaspora sind meist viel zu hoch, weil man kaum in Rechnung stellt, dass sich Albaner im Einwanderungsland assimilieren. AuÃŞerdem wird in den kosovoalbanischen Schätzungen regelmäÃŞig vergessen, dass die Bevölkerung im benachbarten Albanien durch die Auswanderung seit zehn Jahren sinkt. EinigermaÃŞen korrekt sind nur die offiziellen Angaben aus Albanien und Montenegro. Alle anderen Zahlen zu albanischen Populationen lassen sich kaum verifizieren. Auch die internationale Verwaltung im Kosovo hat kaum einen Ãœberblick über die Fluktuation der Bevölkerung in ihrem Zuständigkeitsberei ch.

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Griechenland
Im 13. bis 15. Jahrhundert wanderten erste albanische Gruppen aus Südalbanien nach Griechenland ein. Die so genannten Arvaniten siedeln in Böotien, Attika, auf der Peloponnes und auf einigen Ägäisinseln: (Euböa, Hydra). Bei der griechischen Staatsgründung soll die Hauptstadt Athen (damals ein kleiner Marktflecken) mehrheitlich von Arvaniten bewohnt gewesen sein. Die heutige Zahl der Arvaniten ist schwer zu schätzen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts assimilieren sie sich zunehmend an das Griechentum, zumal der griechische Staat die albanische Minderheit nie anerkannt hat und es deshalb auch keinen albanischen Schulunterricht gab.

Eine weitere albanische Gruppe in Griechenland siedelte sich im 16. Jahrhundert in Thrakien an. Sie war viel kleiner und ist heute ganz verschwunden.

Im Epirus leben die albanischen çamen. Die Muslime unter ihnen wurden jedoch 1944 von griechischen Truppen nach Albanien vertrieben. Heute gibt es nur wenige orthodoxe Albaner im Nordwesten Griechenlands.

Vermutlich sind die meisten heute in Griechenland lebenden Albaner auf die nach 1990 einsetzende Arbeitsmigration zurückzuführen. Die Migranten haben kaum Verbindungen zu den alteingesessenen Albanern. Diese distanzieren sich ganz bewusst von den zumeist armen und deshalb auch bei den übrigen Griechen wenig beliebten Migranten.

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M A X
#5 ne: 30-11-2004, 16:44:37
Albanologie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Albanologie ist eine Regionalwissenschaf t. Sie beschäftigt sich mit Kultur, Geschichte und Sprache der Albaner und kann somit auch als ein Teilgebiet der Balkanologie angesehen werden. Im Rahmen der Albanologie werden die wissenschaftlichen Methoden der Archäologie, der Geschichtswissensch aft, der Literatur- und der vergleichenden Sprachwissenschaft angewandt.

Als eigenständige wissenschaftliche Disziplin entstand die Albanologie an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Zentren der Forschung sind heute die Universität der albanischen Hauptstadt Tirana und die Universität von Prishtina im Kosovo. Albanologische Studien werden aber auch in Italien (Lehrstühle an den Universitäten zu Neapel und Palermo), in Deutschland (Ludwig-Maximilians-Universität in München) und in Österreich (Karl-Franzens-Universität in Graz) betrieben.

Bedeutende Albanologen
Franz Baron von Nopsca (1877-1933)
Johann Georg von Hahn (1811-1869, der deutsche und österreichische Diplomat gilt als Begründer der Albanien-Forschung, sammelte Material und sprach Albanisch, publizierte 1854 seine Albanesischen Studien)
Milan Å ufflay (1879-1931, Professor in Zagreb)
Norbert Jokl
Martin Camaj
Shaban Demiraj (Sprachwissenschaftl er in Tirana, Mitglied der Albanischen Akademie der Wissenschaften)
Xhevat Lloshi (Sprachwissenschaftl er in Tirana)

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#6 ne: 19-05-2005, 20:19:38
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Prishtinasja
#7 ne: 18-01-2007, 10:32:11
Die Wirtschaft Albaniens       

Nach der jahrzehntelangen, teilweise selbstgewaehlten Isolation des Landes, war die Wirtschaft Albaniens nur ungenuegend auf eine Oeffnung des Marktes nach Aussen vorbereitet. Der Uebergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft brachte weitere Probleme, neben den innen- und aussenpolitischen.

Die Industrieproduktion ging stark zurueck und die Arbeitslosigkeit stieg in den Staedten bis zu 70%.
Dazu kam eine rasante Inflation und eine veraltete Produktionstechnik sowie ungenuegende Verkehrsanbindungen und Energieversorgung (Albanien wurde erst in den 80er Jahren an das europaeische Schienennetz angeschlossen).

Bereits waehrend der kommunistischen Herrschaft war Albanien ein armes Land. Dies hat sich durch die Preisfreigabe und die Privatisierungen erst langsam verbessert.

Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu den reichen Vorraeten an Rohstoffen in Albanien selbst. Ebenso kann die Landwirtschaft auf sehr naehrstoffreichen Boeden zurueckgreifen. Im besonderen mediterranen Klima koennen auch Suedfruechte angebaut werden.
Zur Energiegewinnung stehen zahlreiche Fluesse und Gewaesser zur Verfuegung. Weiters hat Albanien eigene Erdoel- und Erdgaslagerstaetten .

Trotzdem leben noch immer 20% der Bevoelkerung unter dem Existenzminimum (2003) waehrend gleichzeitig die Lebenshaltungskoste n explodieren und die Arbeitslosigkeit weiter au hoechstem Niveau stehen bleibt.

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Prishtinasja
#8 ne: 18-01-2007, 10:35:41
Das albanische Rechtssystem    

Nach der neuen Verfassung Albaniens vom 18. November 1998 wurde das Mehrparteiensystem in Albanien eingeführt.
Das Staatsoberhaupt ist auch Oberbefehlshaber des Heeres und wird vom Parlament auf fünf Jahre gewählt.
Zuständig für die Gesetzgebung ist das Parlament (Volksversammlung mit 140 Abgeordneten). Das Parlament wird für vier Jahre gewählt.

Das Gerichtssystem besteht aus drei Instanzen. Die Richter des Obersten Gerichtshofs werden vom Staatspraesidenten unter Zustimmung des Parlaments auf neun Jahre ernannt.

Die Regierung Albaniens wird vom Präsidenten ernannt und vom Parlament bestätigt.

Ein großes Problem für die Albanische Gesellschaft bildet die hohe Bandenkriminalitaet und das mangelnde Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtssicherheit.

So soll vor allem im Norden des Landes immer noch der "pater familias" nach dem Kanun des Leké Dukagjini und altem Gewohnheitsrecht richten und ist die Blutrache immer noch vorhanden.